
Früh übt sich, wer ein Meister werden will.

Darum schlepp ich die Kurze und den Langen gleich von Anfang an in die Welpenhalterspielgruppe.
Dort lernen Sie nämlich spielerisch lauter wichtige Dinge:
wie man blöd im Kreis steht und mir fasziniert bei Poposchnüffeln zuschaut, zum Beispiel,
dass man immer ausreichend Leckerli und Spielzeug mit dabei hat,
oder wie man mir auf den Übungsgeräten möglichst nicht im Weg steht.

Außerdem ist das für die Sozialisierung ganz wichtig.
Damit ich die beiden später mal problemlos überall hin mitnehmen kann ...

Hier bringt Gabi, die Chefin, dem Langen gerade bei,
dass er sich auch vor Zweibeinern mit vier Beinen nicht fürchten muss.
Auch nicht, wenn die plötzlich einen Haxn abwerfen und daraus eine Hand wird.
Damit er ein bissl Selbstbewusstsein aufbauen kann,
halte ich mich bei solchen Übungen immer dezent im Hintergrund.
Mehr als moralischer Beistand, quasi.
Ich finde, das macht er richtig gut, mein Langer.

Auch eine wichtige Lektion:

wer einen blitzschnellen, hochintelligenten Vierbeiner wie mich im Rudel hat,
der braucht eindeutig eine bessere Kamera.
So viel Schönheit passt einfach nicht in das kleine Pimperlding...

Weil ich ja nicht nur schön bin, sondern auch noch blitzgscheit, tun wir hin und wieder auch was für die grauen Zellen.

Soll heißen: vor allem für die vom Langen und von der Kurzen. ICH hätt sowas ja eh nicht nötig.

Only work - no play, das ist es aber auch nicht. Darum geht am Schottenhof so richtig die Sau ab.
Die Dame in weiß, das ist übrigens Ella. Ella ist genauso verfressen wie ich, nur riecht sie besser. Finde ich zumindest.

Finden auch alle anderen.
Und weil die Ella sich gern von uns beschnofeln lässt, geht sie auch immer matschbraun nach Hause.
Als Ehren-Flat, sozusagen.
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